Eine Prepaid-Kreditkarte wird vor der Nutzung mit einem Guthaben aufgeladen und funktioniert danach wie eine reguläre Kreditkarte — ganz ohne Bonitätsprüfung, da du nie mehr ausgeben kannst als aufgeladen wurde. Sie eignet sich besonders für Nutzer ohne Schufa-Eintrag oder zur bewussten Ausgabenkontrolle.
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Wie funktioniert eine Prepaid-Kreditkarte?
Anders als bei einer klassischen Kreditkarte mit Verfügungsrahmen lädst du eine Prepaid-Kreditkarte vorab mit einem selbst gewählten Betrag auf. Ausgaben werden direkt vom Guthaben abgezogen — ein Überziehen ist technisch nicht möglich. Dadurch entfällt bei den meisten Anbietern auch die sonst übliche Bonitätsprüfung.
Kreditkarte mit Guthaben: Was ist gemeint?
Wer nach einer „Kreditkarte mit Guthaben“ sucht, meint meistens eines von drei Dingen:
- Prepaid-Karte: Du lädst vorab einen Betrag auf, zum Beispiel 500 €, und kannst nur dieses Guthaben ausgeben
- Karte mit Verfügungsrahmen: Hier gibt es kein Guthaben, sondern einen Kreditrahmen. Die Umsätze werden gesammelt abgerechnet und per Überweisung ausgeglichen
- Willkommensbonus: Manche Anbieter schreiben Neukunden einen kleinen Betrag gut, bei Bank Norwegian sind es laut unserem Vergleich 15 €
Eine dauerhaft kostenlose Kreditkarte, die 500 € Startguthaben verschenkt, ist uns nicht bekannt. Willkommensboni fallen in der Regel deutlich kleiner aus. Karten mit Verfügungsrahmen findest du in unserem Kreditkarten-Vergleich.
Für wen eignet sich eine Prepaid-Kreditkarte?
- Bei negativem Schufa-Eintrag: Da kein Kreditrahmen vergeben wird, prüfen die meisten Anbieter die Bonität nicht oder nur eingeschränkt
- Für Jugendliche und junge Erwachsene: Viele Prepaid-Karten sind bereits ab einem niedrigeren Mindestalter erhältlich als reguläre Kreditkarten. Ab 18 Jahren zeigt der Ratgeber Kreditkarte für Studenten und Azubis, wann auch eine echte Kreditkarte infrage kommt
- Zur bewussten Ausgabenkontrolle: Da nur das aufgeladene Guthaben zur Verfügung steht, lässt sich eine Verschuldung von vornherein ausschließen
- Für Online-Zahlungen ohne Bankverbindung preiszugeben: Da die Karte nicht direkt mit deinem Hauptkonto verknüpft ist, bleibt dieses im Falle eines Missbrauchs geschützt
Alternative: Kreditkarten mit Verfügungsrahmen
Falls du eine Prepaid-Karte vor allem wegen einer eingeschränkten Bonität in Betracht ziehst: Reguläre Kreditkarten mit Verfügungsrahmen, wie die unserer Partner, prüfen die Bonität in der Regel anhand der SCHUFA. Ob ein Antrag genehmigt wird, entscheidet jede Bank individuell, eine Garantie gibt es nicht. Der Vorteil dieser Karten: Du musst kein Guthaben vorab aufladen, zahlst dauerhaft 0 € Jahresgebühr und profitierst von einem zinsfreien Zahlungsziel. Wichtig zu wissen: Das sind technisch reguläre Kreditkarten mit Verfügungsrahmen, keine Prepaid-Karten.
Worauf du beim Kauf einer Prepaid-Kreditkarte achten solltest
- Aufladegebühren: Manche Anbieter berechnen eine Gebühr für das Aufladen des Guthabens, etwa per Überweisung oder am Automaten
- Kartennetzwerk: Achte auf eine Karte von Visa oder Mastercard für möglichst breite Akzeptanz
- Gültigkeitsdauer: Prepaid-Karten sind oft zeitlich befristet und müssen danach erneuert werden
- Maximalguthaben: Viele Anbieter begrenzen die maximal aufladbare Summe
Häufig gestellte Fragen
Gibt es Kreditkarten mit 500 Euro Guthaben?
Bei Prepaid-Karten kannst du 500 € vorab aufladen und ausgeben. Eine dauerhaft kostenlose Kreditkarte, die dir 500 € Startguthaben schenkt, ist uns nicht bekannt. Willkommensboni sind meist deutlich kleiner.
Kann ich Guthaben auf eine Kreditkarte laden?
Bei Prepaid-Karten ja, das ist das Prinzip. Bei Karten mit Verfügungsrahmen ist das Aufladen nicht vorgesehen, hier gleichst du die Abrechnung per Überweisung aus. Wie ein Überschuss behandelt wird, regelt jeder Anbieter selbst.
Brauche ich für eine Prepaid-Kreditkarte eine Bonitätsprüfung?
In der Regel nicht, da du technisch nie mehr ausgeben kannst, als du zuvor aufgeladen hast — das Ausfallrisiko für den Anbieter entfällt dadurch weitgehend.
Kann ich mit einer Prepaid-Kreditkarte online bezahlen?
Ja, Prepaid-Kreditkarten funktionieren bei den meisten Online-Händlern genauso wie reguläre Kreditkarten, solange genügend Guthaben vorhanden ist.
Was passiert mit dem Restguthaben bei Kündigung?
Das verbleibende Guthaben wird dir in der Regel auf Anfrage ausgezahlt — die genauen Bedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter.
Ist eine Prepaid-Kreditkarte für Reisebuchungen geeignet?
Teilweise. Manche Anbieter (z.B. Mietwagenverleiher oder Hotels) verlangen ausdrücklich eine Kreditkarte mit Verfügungsrahmen für Kautionszahlungen — hier kann eine Prepaid-Karte an ihre Grenzen stoßen.