Ohne eigenes Einkommen ist eine reguläre Kreditkarte schwieriger, aber nicht unmöglich zu bekommen. Zwei Wege funktionieren zuverlässig: eine Partnerkarte (Zusatzkarte zum Konto des berufstätigen Partners) oder eine Prepaid-Kreditkarte auf Guthabenbasis — beide ganz ohne eigenen Einkommensnachweis.
Warum ist eigenes Einkommen bei Kreditkarten überhaupt wichtig?
Bei einer regulären Kreditkarte mit echtem Verfügungsrahmen gewährt die Bank dir letztlich einen kleinen, wiederkehrenden Kredit. Seit der EU-Verbraucherkreditrichtlinie und § 505a BGB müssen Banken vor der Vergabe die individuelle Rückzahlungsfähigkeit prüfen — die pauschale Annahme, dass automatisch der Ehepartner einspringt, reicht rechtlich nicht mehr aus. Das erklärt, warum ganz ohne Nachweis eines eigenen, regelmäßigen Einkommens viele Anbieter zurückhaltend sind.
Die einfachste Lösung: die Partnerkarte
Hat dein Partner oder deine Partnerin bereits eine Kreditkarte, lässt sich meist unkompliziert eine Zusatzkarte (Partnerkarte) dazu beantragen — dein eigenes Einkommen spielt dabei keine Rolle, da die Hauptkarte weiterhin auf den Namen des Hauptkarteninhabers läuft und dieser auch haftet. Für die Zusatzkarte fällt bei den meisten Anbietern keine oder nur eine geringe zusätzliche Gebühr an. Das Gleiche funktioniert übrigens auch bei Eltern, die ihren Kindern eine Zusatzkarte ausstellen.
Alternative: die Prepaid-Kreditkarte
Wer lieber eine eigene, unabhängige Karte möchte, ist mit einer Prepaid-Kreditkarte gut beraten. Sie funktioniert auf Guthabenbasis — du lädst vorab einen Betrag auf, den du danach ausgeben kannst. Weder Einkommensnachweis noch Schufa-Abfrage sind dafür notwendig, da kein Kreditrisiko für die Bank entsteht. Der Nachteil: Ohne Verfügungsrahmen ist sie für Kautionen (z. B. bei Mietwagen- oder Hotelbuchungen) nicht immer geeignet.
Geht doch noch eine reguläre Kreditkarte?
In Einzelfällen ja — manche Banken betrachten nicht nur das direkte Erwerbseinkommen, sondern auch die gesamte finanzielle Situation, etwa vorhandenes Vermögen oder eine sehr gute Schufa-Bewertung. Eine Garantie gibt es dafür allerdings nicht, und die Anforderungen unterscheiden sich stark von Anbieter zu Anbieter.
Passende Karte finden
In unserem Kreditkarten-Vergleich siehst du auf einen Blick, welche Anbieter aktuell auch ohne strengen Einkommensnachweis infrage kommen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich als Hausfrau/Hausmann eine eigene Kreditkarte bekommen?
Eine reguläre Kreditkarte mit Verfügungsrahmen ist ohne eigenes Einkommen schwieriger, aber nicht unmöglich. Am zuverlässigsten funktionieren eine Partnerkarte oder eine Prepaid-Kreditkarte.
Was ist eine Partnerkarte?
Eine Zusatzkarte zum Kreditkartenkonto einer anderen Person (z. B. des Ehepartners) — ohne eigenen Einkommensnachweis, da die Hauptkarte weiterhin auf den Hauptkarteninhaber läuft.
Braucht eine Prepaid-Kreditkarte einen Einkommensnachweis?
Nein, da sie auf Guthabenbasis funktioniert, ist weder ein Einkommensnachweis noch eine Schufa-Abfrage notwendig.
Haftet der Partner bei einer Zusatzkarte für meine Ausgaben?
Ja, rechtlich haftet der Hauptkarteninhaber für alle Ausgaben, auch die der Zusatzkarte — das lohnt sich vorher innerhalb der Partnerschaft abzusprechen.
Kann ich trotzdem eine reguläre Kreditkarte ohne Partner bekommen?
In Einzelfällen ja, wenn z. B. Vermögen oder eine sehr gute Schufa-Bewertung vorliegen — eine Garantie gibt es dafür aber nicht.