Ein Geschäftskonto bei der Sparkasse kostet je nach Institut und Modell grob 8 bis 13 € Grundpreis im Monat für das Einstiegsmodell, dazu kommen Buchungsposten von etwa 0,10 bis 0,50 € und die Debitkarte (z. B. 18 € im Jahr bei der Berliner Sparkasse). Einen bundesweit einheitlichen Preis gibt es nicht, jede Sparkasse legt ihn selbst fest, und ein dauerhaft kostenloses Modell ist in den Preisverzeichnissen nicht vorgesehen. Dafür bietet die Sparkasse Filialen, Bargeld-Einzahlung und Finanzierungen aus einer Hand. Wer vor allem Kosten sparen will und wenig Bargeld braucht, ist mit Online-Geschäftskonten oft deutlich günstiger. Stand: 10. Oktober 2026.
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Die Sparkasse Geschäftskonto-Modelle im Überblick
Die Sparkassen sind rechtlich selbstständige Institute mit eigener Preisgestaltung. Deshalb heißen die Modelle von Region zu Region anders, meist gibt es aber drei Stufen: ein günstiges Einstiegskonto für wenige Buchungen, ein mittleres Modell mit Freiposten und ein Konto für intensiven Zahlungsverkehr. Zwei Beispiele aus den Preisverzeichnissen der Institute (Stand Oktober 2026):
Berliner Sparkasse: FirmenKonto
- pur: 12,95 € im Monat, keine Freiposten, beleglose Buchung 0,50 €
- komfort: 19,95 € im Monat, 20 Freiposten, beleglose Buchung 0,30 €
- plus: 44,95 € im Monat, 75 Freiposten, beleglose Buchung 0,20 €
- Zusätzlich: Sparkassen-Card (Debitkarte) 18 € im Jahr, beleggebundene Aufträge 4,00 € je Auftrag
Sparkasse Hannover: GiroBusiness
- GiroBusiness: 9,90 € im Monat, SEPA-Überweisung (elektronisch) 0,39 €, Gutschrift oder Lastschrift 0,49 €
- GiroBusiness+: 14,90 € im Monat, Überweisung 0,29 €, Gutschrift oder Lastschrift 0,39 €
- GiroBusiness Extra+: 49,90 € im Monat, Überweisung 0,09 €, Gutschrift oder Lastschrift 0,19 €
Weitere Beispiele laut Vergleichsportalen: Die Stadtsparkasse München nennt für ihr Klassik-Modell 8,20 € im Monat, die Hamburger Sparkasse 10,00 €, bei der Sparkasse KölnBonn liegt der Einstieg bei 11,00 €. Einige Institute, etwa die Frankfurter Sparkasse, weisen ihre Preise netto aus, die Umsatzsteuer kommt dann hinzu.
Was das Sparkassen-Geschäftskonto wirklich kostet
Der Grundpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Entscheidend ist die Zahl der Buchungen. Ein Rechenbeispiel mit 40 beleglosen Buchungen im Monat (Überweisungen, Lastschriften, Gutschriften) und einer Debitkarte, vereinfacht gerechnet:
- Berliner Sparkasse, FirmenKonto pur: 155,40 € Grundpreis + 240,00 € Buchungen + 18 € Karte = rund 413 € im Jahr
- Berliner Sparkasse, FirmenKonto komfort: 239,40 € Grundpreis + 72,00 € Buchungen (20 Freiposten, 20 × 0,30 €) + 18 € Karte = rund 329 € im Jahr
- Sparkasse Hannover, GiroBusiness: 118,80 € Grundpreis + 187,20 € Buchungen (40 × 0,39 €) = rund 306 € im Jahr, ohne Kartenpreis
Das Beispiel zeigt: Das scheinbar günstigste Modell ist bei vielen Buchungen oft das teuerste. Wer regelmäßig Bargeld einzahlt, zahlt zusätzlich. Bei der Sparkasse KölnBonn kostet die Einzahlung laut Vergleichsportalen 2,00 € am Automaten und 4,00 € an der Kasse.
Vorteile und Nachteile des Sparkassen-Geschäftskontos
Vorteile
- Dichtes Filialnetz und persönliche Beratung vor Ort
- Bargeld-Einzahlung möglich, wichtig für Einzelhandel und Gastronomie
- Finanzierung aus einer Hand: je nach Sparkasse Kontokorrentkredit, Leasing und Förderkredite über die Hausbank
- Sicherheit: gesetzliche Einlagensicherung und das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe
Nachteile
- Kein dauerhaft kostenloses Modell: In den Preisverzeichnissen ist der Grundpreis ab dem ersten Monat fällig
- Buchungsposten können die Kosten schnell verdoppeln
- Preise regional unterschiedlich, teils netto angegeben, Vergleiche sind aufwendig
- Gebühren für Debitkarte, Beleg-Aufträge und Bar-Einzahlungen kommen obendrauf
Für wen lohnt sich das Sparkassen-Geschäftskonto?
Die Sparkasse passt, wenn du …
- regelmäßig Bargeld einzahlen musst, zum Beispiel im Laden oder im Restaurant
- eine Hausbank vor Ort mit Beratung und Finanzierung (Kredit, Leasing) suchst
- wenige Buchungen hast, aber Wert auf einen persönlichen Ansprechpartner legst
Ein Online-Konto passt, wenn du …
- als Freiberufler, Einzelunternehmer oder Gründer vor allem Kosten sparen willst
- wenig Bargeld brauchst und alles digital erledigst
- Buchhaltungsanbindungen wie DATEV, Lexware oder sevDesk nutzen möchtest
Kostenlose Alternativen: Online-Geschäftskonten im Vergleich
Online-Anbieter verlangen für das Basiskonto oft keine Grundgebühr und bieten unbegrenzte oder günstige Buchungen. Der wichtigste Nachteil: Bareinzahlung fehlt bei den meisten Online-Konten. Laut unserem Vergleich gilt bei der Bareinzahlung: Tide Nicht verfügbar, Finom Nicht verfügbar, Qonto Nicht verfügbar. Eine Ausnahme ist N26: Dort ist die Einzahlung gegen eine Gebühr von 1,50 % möglich, mehr dazu in unserem N26-Test. Hier die drei beliebtesten Konten im direkten Vergleich, alle Daten live aus unserem Geschäftskonto-Vergleich:
| Kontoführungsgebühr | 0,00 € / Jahr | 0,00 € / Jahr | 0,00 € / Jahr |
| Beleglose Zahlungen / Monat | 0,20 € je Buchung | Unbegrenzt | Unbegrenzt |
| Debitkarte | 0,00 € | 3,00 € / Monat | 0,00 € |
| Bargeldeinzahlung | Nicht verfügbar | Nicht verfügbar | Nicht verfügbar |
| Einlagensicherung | 100.000 € (Niederlande) | 100.000 € (Deutschland) | 100.000 € (Frankreich) |
| Zum Anbieter › | Zum Anbieter › | Zum Anbieter › |
Zur Einordnung: Das Basiskonto von Qonto richtet sich laut Vergleich an Freiberufler, Kleinunternehmer und Einzelunternehmer, nicht an Kapitalgesellschaften. Finom und Tide nennen zusätzlich GmbH und UG. Prüfe vor der Eröffnung, ob deine Rechtsform unterstützt wird.
Was dieselbe Rechnung mit 40 beleglosen Buchungen im Monat bei den Online-Anbietern ergibt (laut unserem Vergleich, ohne Auslandszahlungen und Bargeld): Qonto Starter 0 €, Finom Solo 0 € mit virtueller Visa-Karte (die physische Debitkarte kostet 3 € im Monat), Vivid rund 42 € im Jahr (5 kostenlose Buchungen, danach 0,10 €), Tide rund 96 € (0,20 € je Buchung) und Holvi rund 120 € (0,25 € je Buchung). Konditionen können sich ändern.
So wechselst du vom Sparkassen-Konto zu einem Online-Konto
Online-Konto eröffnen
Die Eröffnung läuft digital. Halte Ausweis und Angaben zu deiner Tätigkeit oder Rechtsform bereit. Finom verzichtet laut unserem Vergleich auf eine SCHUFA-Abfrage.
Neues Konto testen
Behalte das alte Konto zunächst. So bricht keine Zahlung ab, falls beim Umstieg etwas fehlt.
Zahlungspartner informieren
Teile Kunden, Lieferanten, Finanzamt und Versicherungen die neue IBAN mit. Lastschriftmandate und Daueraufträge musst du in der Regel selbst umstellen, der gesetzliche Kontowechselservice gilt für Verbraucherkonten.
Altes Konto kündigen
Wenn alle Zahlungen über das neue Konto laufen, kündigst du das Sparkassen-Konto. Beachte die Kündigungsfrist in deinen Vertragsunterlagen.
Fazit
Das Sparkassen-Geschäftskonto lohnt sich vor allem für Betriebe mit regelmäßigem Bargeld und Bedarf an Beratung und Finanzierung vor Ort. Für Freiberufler, Einzelunternehmer und Gründer, die digital arbeiten, sind Online-Konten nach unseren Zahlen deutlich günstiger. Wer beides braucht, kann ein Online-Konto für den Alltag nutzen und für Bargeld eine Filialbank behalten. Hier geht es direkt zu Tide, unserem aktuellen Aktionspartner.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Geschäftskonto bei der Sparkasse?
Der Grundpreis des Einstiegsmodells liegt je nach Sparkasse meist zwischen etwa 8 und 13 € im Monat, höhere Modelle kosten 15 bis 50 €. Dazu kommen Buchungsposten, die Debitkarte und gegebenenfalls Gebühren für Bargeld.
Gibt es ein kostenloses Geschäftskonto bei der Sparkasse?
In den Preisverzeichnissen der Sparkassen ist kein dauerhaft kostenloses Modell vorgesehen. Einzelne Institute können Aktionen oder Sonderkonditionen anbieten, frage deine Sparkasse danach.
Was sind Freiposten und Buchungsposten?
Ein Buchungsposten ist jede Buchung auf dem Konto, zum Beispiel eine Überweisung, Lastschrift oder Gutschrift. Freiposten sind die Buchungen pro Monat, die im Grundpreis enthalten sind. Jede weitere Buchung kostet den im Modell genannten Preis.
Brauche ich als Freiberufler ein Geschäftskonto?
Für Einzelunternehmer und Freiberufler ist ein separates Geschäftskonto rechtlich in der Regel nicht vorgeschrieben, aber empfehlenswert, um private und geschäftliche Zahlungen sauber zu trennen. Eine GmbH oder UG braucht ein eigenes Geschäftskonto. Für steuerliche Fragen berät dich dein Steuerberater.
Kann ich bei der Sparkasse Bargeld einzahlen?
Ja, das ist einer der Vorteile. Die Einzahlung kostet je nach Sparkasse und Modell eine Gebühr, bei der Sparkasse KölnBonn zum Beispiel laut Vergleichsportalen 2,00 € am Automaten und 4,00 € an der Kasse.
Kann ich bei Online-Geschäftskonten Bargeld einzahlen?
Das hängt vom Anbieter ab. Laut unserem Vergleich: Tide Nicht verfügbar, Finom Nicht verfügbar, Qonto Nicht verfügbar, Holvi Nicht verfügbar, Vivid Nicht verfügbar, N26 1,50 %. Wer regelmäßig größere Beträge einzahlen muss, ist bei einer Filialbank besser aufgehoben.
Gibt es zum Geschäftskonto eine Kreditkarte?
Bei der Sparkasse ist eine Kreditkarte optional, Preis und Voraussetzungen hängen von Karte und Institut ab. Die Kosten der Sparkassen-Kreditkarten im Überblick findest du in unserem Ratgeber zu Standard, Gold und Platinum. Die Online-Konten in unserem Vergleich bieten keine Kreditkarte.
Sind die Preise netto oder brutto?
Das hängt von der Sparkasse ab. Einige Institute, etwa die Frankfurter Sparkasse, weisen ihre Geschäftskonto-Preise netto aus. Dann kommt die Umsatzsteuer zum genannten Preis hinzu. Prüfe das im Preisverzeichnis deiner Sparkasse.