Die Santander Consumer Bank AG firmiert seit Mai 2026 offiziell unter dem Namen Openbank Deutschland AG. Für Kundinnen und Kunden mit Girokonto, Tagesgeld, Festgeld oder Kreditkarte bei Santander ändert sich dadurch zunächst operativ nichts: Verträge, Zinskonditionen, Karten und Zugangsdaten bleiben bestehen. Hintergrund der Umbenennung ist die Strategie des spanischen Mutterkonzerns Banco Santander, das europäische Privatkundengeschäft künftig unter der Marke Openbank zu bündeln.
Die Umbenennung im Überblick
- Was sich ändert: Santander Consumer Bank AG firmiert um zu Openbank Deutschland AG
- Wirksam seit: Mai 2026
- Betroffene Produkte: Girokonto (BestGiro), Kreditkarten (BestCard-Familie), Tagesgeld, Festgeld, Kredite
- Für Bestandskunden: kein Handlungsbedarf — Verträge, IBAN, Zugangsdaten und rund 200 Filialen bleiben bestehen
Zwei Banken, ein Name — Verwechslungsgefahr
Verwirrend ist die deutsche Ausgangslage: Neben der umbenannten Santander Consumer Bank AG gibt es bereits seit 2019 eine völlig separate Gesellschaft namens Open Bank S.A., Zweigniederlassung Deutschland — die rein digitale spanische Santander-Direktbank mit eigenem Girokonto- und Tagesgeldangebot. Diese Zweigniederlassung hat ihr Neukundengeschäft zum 15. Juli 2026 eingestellt; Neueröffnungen sind dort nicht mehr möglich, Bestandskunden werden über ein neues Portal weiterbetreut.
Wer künftig auf eine Bank namens „Openbank” stößt, sollte daher genau hinsehen: Es handelt sich entweder um die umbenannte Santander Consumer Bank, die als Filialbank mit rund 200 Standorten weiterhin für Neukunden offensteht, oder um die inzwischen für Neukunden geschlossene, rein digitale Open Bank S.A., Zweigniederlassung Deutschland — zwei unterschiedliche Gesellschaften mit ähnlichem Namen.
Vorsicht vor Phishing-Versuchen
Markenumbenennungen werden erfahrungsgemäß von Betrügern ausgenutzt. Weder Santander noch Openbank Deutschland fragen im Zuge der Umfirmierung per E-Mail, SMS oder Anruf nach Passwort, PIN oder TAN, noch fordern sie Überweisungen an. Entsprechende Nachrichten sollten ignoriert werden — Kontakt sollte ausschließlich über die offiziellen Kanäle der App oder Telefon-Hotline erfolgen.
Einordnung
Nach außen tritt die Bank vorerst weiter unter dem Namen Santander auf: Die Webseite läuft unter santander.de, das Logo bleibt zunächst unverändert. Erste Vorboten der neuen Marke sind im Hilfebereich der Bank aber bereits sichtbar, etwa beim Tagesgeldkonto. Mittelfristig ist geplant, die Marke „Openbank by Santander” schrittweise zu etablieren, während der operative Geschäftsbetrieb und Firmensitz in Mönchengladbach unverändert bleiben.