⭐ Kurz zusammengefasst

Die Santander Consumer Bank AG firmiert seit dem 15. Mai 2026 als Openbank Deutschland AG. Seit dem 28. September 2026 tragen auch neun Produkte den neuen Namen – vom Tagesgeld über das Girokonto bis zu den Kreditkarten. Für Bestandskunden ändert sich nichts: Verträge, Konditionen, IBAN und Zugangsdaten bleiben bestehen. Neukunden bekommen zum Start 4,00 % Zinsen aufs Tagesgeld (4 Monate, bis 100.000 €). Aufpassen sollte man bei der Namensgleichheit: Es gibt in Deutschland zwei Banken mit „Openbank“ im Namen, und sie unterscheiden sich bei der Einlagensicherung.

Was sich seit dem 28. September geändert hat

Hintergrund ist ein Konzernumbau: Die Banco Santander hat ihre spanische Digitalbank Openbank mit dem Verbrauchergeschäft der Santander Consumer Finance zusammengelegt, Deutschland ist der erste Markt, in dem das umgesetzt wird. Die rechtliche Umfirmierung der Bank in Mönchengladbach erfolgte bereits am 15. Mai 2026. Am 28. September startete die schrittweise Umstellung der Marke unter dem Namen „Openbank by Santander“ (Website: openbank.de). Seitdem tragen neun Produkte den neuen Namen:

Das müssen Bestandskunden wissen

Betroffen sind mehr als 3 Millionen Kundinnen und Kunden. Für sie ist die Umstellung nach Angaben der Bank eine Formsache:

Neukunden: 4,00 % Zinsen aufs Tagesgeld zum Start

Zum Markenstart hat die Bank ihr Tagesgeld-Angebot für Neukunden verbessert: 4,00 % pro Jahr für vier Monate auf Guthaben bis 100.000 € (zuvor 2,75 %). Danach gilt ein variabler Zins, aktuell 2,00 %. Als Neukunde zählt, wer in den letzten zwölf Monaten kein Santander- oder Openbank-Tagesgeld hatte. Das Angebot gilt laut Bank online und in den Filialen. Die genauen Voraussetzungen stehen im Angebot der Bank.

Ein Rechenbeispiel: Bei 50.000 € Guthaben ergeben 4,00 % in vier Monaten rund 667 € Zinsen (vor Steuern). Zum Basiszins von 2,00 % wären es etwa 333 €. Bestandskunden profitieren vom Aktionszins nicht. Ob sich das Angebot gegenüber der Konkurrenz lohnt, siehst du in unserem Tagesgeld-Vergleich.

💡 Stand der Konditionen: 10. Oktober 2026. Aktionszinsen sind befristet und können sich ändern – maßgeblich sind die Angaben der Bank im Antrag.
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Zwei Banken mit dem Namen „Openbank“

Verwirrend ist die Ausgangslage: Neben der umbenannten Santander Consumer Bank gibt es seit 2019 eine völlig separate Gesellschaft, die Open Bank S.A., Zweigniederlassung Deutschland – die rein digitale spanische Santander-Direktbank mit eigenem Giro- und Tagesgeldangebot. Sie hat ihr Neukundengeschäft zum 15. Juli 2026 eingestellt, Bestandskunden werden separat weiterbetreut.

Einlagensicherung: Hier lohnt der genaue Blick

Die Openbank Deutschland AG gehört zur deutschen Entschädigungseinrichtung, die Einlagen gesetzlich bis 100.000 € pro Person schützt. Zusätzlich ist sie dem Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands angeschlossen, dessen Grenze für Privatkunden deutlich über der gesetzlichen liegt. Die spanische Zweigniederlassung fällt dagegen als Teil einer spanischen Bank unter die spanische Einlagensicherung. Wer Konten bei beiden Openbanks hat, sollte in den Vertragsunterlagen prüfen, wer der Vertragspartner ist.

Vorsicht vor Phishing-Versuchen

Markenumbenennungen werden erfahrungsgemäß von Betrügern ausgenutzt. Weder Santander noch Openbank fragen im Zuge der Umstellung per E-Mail, SMS oder Anruf nach Passwort, PIN oder TAN, noch fordern sie Überweisungen an. Solche Nachrichten solltest du ignorieren und die Bank nur über die offizielle App oder die bekannte Hotline kontaktieren.

Du suchst Alternativen?

Wer die Umstellung zum Anlass nimmt, die eigene Bank zu überprüfen, findet in unserem Girokonto-Vergleich und im Tagesgeld-Vergleich aktuelle Angebote im direkten Vergleich.

Häufige Fragen zur Umbenennung

Seit wann heißt Santander Openbank?

Die Santander Consumer Bank AG firmiert seit dem 15. Mai 2026 als Openbank Deutschland AG. Seit dem 28. September 2026 tragen auch Tagesgeld, Festgeld, Girokonto, Kredite und Kreditkarten den Namen Openbank.

Muss ich als Santander-Kunde etwas tun?

Nein. Verträge, Konditionen, IBAN und Zugangsdaten bleiben unverändert, die Umstellung läuft automatisch.

Sind Karten mit dem alten Santander-Aufdruck noch gültig?

Ja. Karten mit dem Aufdruck „Santander Consumer Bank AG“ funktionieren nach Angaben der Bank uneingeschränkt weiter.

Ist mein Geld bei der Openbank Deutschland AG sicher?

Einlagen sind gesetzlich bis 100.000 € pro Person abgesichert. Zusätzlich ist die Bank im Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands, dessen Grenze für Privatkunden deutlich darüber liegt.

Ist die Openbank Deutschland AG dieselbe Bank wie die bisherige Openbank?

Nein. Die Openbank Deutschland AG ist die frühere Santander Consumer Bank. Die spanische Open Bank S.A., Zweigniederlassung Deutschland ist eine eigene Gesellschaft und nimmt keine Neukunden mehr an.

Bekomme ich als Bestandskunde die 4 % aufs Tagesgeld?

Nein. Der Aktionszins gilt nur für Neukunden, die in den vergangenen zwölf Monaten kein Santander- oder Openbank-Tagesgeld hatten. Bestandskunden erhalten den variablen Zins, aktuell 2,00 %.

Kann ich weiterhin ein Konto bei der Bank eröffnen?

Ja. Die Openbank Deutschland AG, die frühere Santander Consumer Bank, nimmt weiterhin Neukunden an. Geschlossen ist nur die spanische Zweigniederlassung.

Kann ich bei Openbank Bargeld einzahlen?

Das hängt vom Konto ab. Ob und zu welchen Konditionen Bareinzahlungen möglich sind, steht im Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank.

Wie heißt die Bank offiziell?

Die Bank firmiert als Openbank Deutschland AG und tritt unter der Marke „Openbank by Santander“ auf. Die frühere Santander Consumer Bank AG ist dieselbe Gesellschaft.