⭐ Kurz zusammengefasst

bunq ist eine niederländische Neobank mit deutscher IBAN, Mastercard-Karte und Sparkonto. Das Konto bunq Free kostet nichts, enthält aber nur eine digitale Karte, physische Karten gibt es ab bunq Core (3,99 € im Monat). Es eignet sich für alle, die Konto, Karte und Sparen in einer App bündeln wollen und mit Chat-Support zurechtkommen. Weniger passend ist es, wenn du oft Bargeld brauchst oder persönlichen Support erwartest. Stand: Oktober 2026.

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bunq auf einen Blick

bunq im Überblick
Anbieterbunq B. V., Amsterdam, niederländische Banklizenz unter Aufsicht der DNB, in Deutschland tätig
AbosFree 0 €, Core 3,99 €, Pro 9,99 €, Elite 18,99 € pro Monat
KartenDigitale Mastercard in jedem Abo (Debit oder Kredit, Apple Pay und Google Pay), physische Karte ab Core
IBANDeutsche IBAN, laut bunq nutzbar für Gehalt und Lastschriften
ZinsenBasiszins 1,61 %, Bonuszins 3,11 % auf Teile des Guthabens, wöchentlich ausgezahlt
EinlagensicherungNiederländische Einlagensicherung bis 100.000 € pro Einleger
Support24/7 per Chat in der App
KundenbewertungTrustpilot 3,5 von 5 bei 18.931 Bewertungen

Angaben laut bunq (Entgeltinformationen vom 15.10.2026 und Webseite) sowie Trustpilot, Stand Oktober 2026.

bunq Kosten und Gebühren

Das Konto bunq Free hat keine monatliche Gebühr. Es enthält bis zu drei Konten (Pockets) mit eigener IBAN und eine digitale Karte. Wer eine physische Karte oder mehr Funktionen will, braucht ein bezahltes Abo. Die Entgeltinformationen von bunq nennen für Free und Core:

bunq Free und bunq Core im Vergleich
Leistungbunq Freebunq Core
Monatliche Gebühr0,00 €3,99 €
Konten mit eigener IBANbis zu 3bis zu 5
Kartedigitale Kartedigitale und physische Karte
Zahlung in FremdwährungMastercard-Kurs inkl. 0,5 % bis 1.000 € im Jahr, danach 1,5 %Mastercard-Kurs inkl. 0,5 %
Bargeld abheben2,99 € pro Abhebungdie ersten 5 im Monat je 0,99 €, danach 2,99 €
Bargeld einzahlennicht verfügbar2,5 % des Betrags, 100 € pro Monat kostenlos
Echtzeitüberweisungkostenloskostenlos
Einzahlung per Karte, Apple Pay, Google Pay0,5 % (EWR-Karten), die ersten 500 € im Monat kostenlos0,5 % (EWR-Karten), die ersten 500 € im Monat kostenlos

Quelle: bunq Entgeltinformationen, Stand 15.10.2026, und bunq-Webseite. Abhebungen setzen eine physische Karte voraus, die es erst ab Core gibt. Pro (9,99 €) und Elite (18,99 €) bieten bis zu 25 Konten und weitere Leistungen.

Lohnt sich der Wechsel von Free auf Core?

Wenn du vor allem online und per Apple Pay oder Google Pay zahlst, reicht bunq Free. Mit Core zahlst du 47,88 € im Jahr und bekommst dafür eine physische Karte, die Möglichkeit zum Bargeldabheben und -einzahlen und fünf statt drei Konten. Die bezahlten Abos Pro und Elite lohnen sich laut bunq vor allem für Vielreisende und wer viele Konten braucht.

Gibt es versteckte Kosten?

Die Preise stehen in den Entgeltinformationen. Worauf du achten solltest: Bei bunq Free gilt der günstige Wechselkurs nur bis 1.000 € Fremdwährungsumsatz im Jahr, danach fallen 1,5 % an. Bei Einzahlungen per Karte sind die ersten 500 € im Monat kostenlos, danach fallen 0,5 % (EWR-Karten) bzw. 2,5 % (Karten außerhalb des EWR) an. Außerdem startet laut bunq jedes neue Konto mit einer 30-tägigen Testphase des für dich ausgewählten Abos. Prüfe nach der Eröffnung in der App, welches Abo aktiv ist, wenn du bunq Free nutzen willst. Die Metal Card gibt es nur mit Pro oder Elite und kostet einmalig 99 €.

bunq Kreditkarte, Debitkarte und Apple Pay

In jedem Abo, auch in bunq Free, bekommst du eine digitale Karte. Mit bunq Apple Pay oder Google Pay nutzt du sie direkt am Handy, du fügst sie in wenigen Minuten hinzu. Eine physische Karte ist ab bunq Core enthalten, wahlweise als Debit- oder als Kreditkarte. Zur Kreditkarte beantwortet bunq selbst die wichtigsten Fragen:

Der Unterschied zur Debitkarte: Die Kreditkarte funktioniert überall, wo Kreditkarten verlangt werden, etwa bei Kautionen für Hotels und Mietwagen. Du kannst beide Karten haben und mit dem Konto verknüpfen, von dem sie zahlen sollen. Die bunq-Karten laufen über Mastercard, eine Girocard nennt bunq nicht.

bunq Konto eröffnen: deutsche IBAN, Schufa und Voraussetzungen

bunq bietet für Kunden in Deutschland eine deutsche IBAN an. Mit der bunq IBAN kannst du laut bunq Gehalt, Lastschriften und Rechnungen abwickeln. Das bunq Konto eröffnen kannst du komplett in der App. Du brauchst laut bunq ein Smartphone, einen Ausweis oder Reisepass, eine Wohnadresse im EWR und deine Steuer-Identifikationsnummer. Zusätzliche Konten (Pockets) bekommen ebenfalls eine eigene IBAN. Ein bunq Gemeinschaftskonto ist in Free enthalten, ein bunq Kinderkonto setzt dagegen ein bezahltes Abo voraus.

bunq Schufa und Bonität: Für die Nutzung der Karte mit deinem eigenen Geld verlangt bunq keine Bonitätsprüfung. Eine solche Prüfung gibt es laut bunq nur, wenn du ein Kreditlimit beantragst. Ein bunq Bargeld einzahlen ist über die Partnergeschäfte von Barzahlen/viacash (zum Beispiel REWE, Penny, dm, Rossmann) möglich, laut Preisverzeichnis aber erst ab Core.

bunq Zinsen und Sparkonto

Auf das bunq Sparkonto (viele suchen es als bunq Tagesgeld) zahlt bunq wöchentlich Zinsen (MassInterest). Das Preisverzeichnis nennt für Privatkunden einen Basiszins von 1,61 % auf die ersten 10.000 € und 1,51 % darüber. Hinzu kommt ein Bonuszins von 3,11 %, den bunq laut Webseite aber nur auf den Teil deines Guthabens zahlt, der über deinem Schwellenwert liegt. Der Schwellenwert ist dein höchstes Sparguthaben der letzten sechs Monate und wird am 1. Januar und am 1. Juli neu berechnet. Bis zur ersten Berechnung erhältst du den Bonuszins auf dein gesamtes EUR-Sparguthaben. Verzinst werden pro Währung die ersten 100.000 €, alle Zinsen sind variabel. In bunq Free gibt es MassInterest, wenn du die Voraussetzungen erfüllst.

Wie sicher ist bunq? Aufsicht und Einlagensicherung

bunq hat nach eigenen Angaben eine niederländische Banklizenz und steht unter Aufsicht der niederländischen Zentralbank DNB. Die bunq Bank sitzt in Amsterdam und bietet ihre Konten in Deutschland über diese Lizenz an (bunq Deutschland ist also keine eigene deutsche Bank). Deine Einlagen sind durch die niederländische Einlagensicherung bis 100.000 € pro Einleger geschützt, Anlagen in Aktien und Krypto sind davon ausgenommen. Unterstützung gibt es nach Angabe von bunq rund um die Uhr in der App.

⚠️ Aufsichtsmaßnahmen gegen bunq: Die BaFin hat am 26. August 2026 Bußgelder von insgesamt 28.000 € gegen die bunq B. V. bekannt gegeben (rechtskräftig seit 4. August 2026). Als Grund nennt sie fehlerhafte und unterlassene Meldungen der in Deutschland angebotenen Kontenmodelle an den BaFin-Kontenvergleich sowie Verstöße gegen Informationspflichten: Über längere Zeit fehlten Entgeltinformation und ein vollständiges Glossar auf der Webseite, die Preisliste wich von der standardisierten Zahlungskontenterminologie ab. Die niederländische Zentralbank DNB hat bunq am 6. Mai 2025 eine Geldbuße von 2,6 Millionen Euro auferlegt, weil Auffälligkeiten bei der laufenden Überwachung von Kunden und Transaktionen (Geldwäschebekämpfung) in vier Kundenakten nicht ausreichend verfolgt wurden (geprüfter Zeitraum Januar 2021 bis Mai 2022). Die DNB verweist auf frühere Prüfungen zwischen 2018 und 2023 ohne nachhaltige Besserung, wertete aber ein abgeschlossenes Maßnahmenprogramm zugunsten der Bank. bunq hat gegen die Entscheidung Widerspruch und nach dessen Zurückweisung am 14. Oktober 2025 Rechtsmittel eingelegt (Stand der DNB-Meldung: 18. Dezember 2025).

Hat bunq eine Niederlassung in Deutschland?

Die BaFin beschreibt die bunq B. V. in ihrer Meldung als Institut mit Geschäftssitz in Amsterdam, das Kontenmodelle für Verbraucher in Deutschland anbietet. Die Bankaufsicht liegt bei der DNB, für Meldepflichten in Deutschland gelten aber auch die Vorgaben der BaFin, wie das Bußgeld zeigt.

bunq Betrugsmasche: So schützt du dich

Bei bunq-Kunden sind vor allem Phishing und Spoofing verbreitet. Laut dem Hilfecenter von bunq gilt: Die Bank ruft dich nicht an und fragt außerhalb der App nie nach Zugangsdaten, Sicherheitscode, Kartennummer oder IBAN. Betrüger können die Nummer der automatischen Notfallleitung (+31 20 808 3666) anzeigen lassen. Von dieser Nummer ruft nie ein bunq-Mitarbeiter an, und wer sie anruft, erreicht keinen Mitarbeiter, sondern eine automatische Leitung, die Karten und Konten sperrt. Typisch sind außerdem Nachrichten mit alarmierenden Formulierungen wie „Suspicious device login“ oder „Verification required“. Mehr dazu im Anti-Fraud-Guide von bunq.

bunq Erfahrungen und Bewertung: Was Kunden sagen

Auf Trustpilot erreicht bunq 3,5 von 5 Sternen bei 18.931 Bewertungen, davon 1.347 aus den letzten 12 Monaten. Die Verteilung:

Trustpilot-Bewertungen zu bunq
SterneAnteil
5 Sterne51 %
4 Sterne13 %
3 Sterne4 %
2 Sterne4 %
1 Stern28 %

Quelle: Trustpilot, Stand Oktober 2026. Trustpilot prüft die Inhalte der Bewertungen nicht auf Richtigkeit. Das Profil wurde laut Trustpilot mit anderen zusammengeführt.

Zur Einordnung: bunq bittet seine Kunden um Bewertungen und beantwortet nach Trustpilot-Angaben 99 % der negativen Bewertungen, meist innerhalb einer Woche. Gelobt werden die App, die schnelle Kontoeröffnung und der 24/7-Support. Die schlechten Bewertungen kommen oft aus zwei Bereichen: Mehrere Kunden berichten von Nachforderungen von Belegen und gesperrten oder eingeschränkten Konten bei Geldeingängen, andere kritisieren den Chat-Support, bei dem zunächst eine KI antwortet und Daten wiederholt abgefragt werden.

bunq Nachteile und Vorteile im Überblick

Für wen eignet sich bunq?

bunq passt, wenn du ein kostenloses Zweitkonto mit deutscher IBAN willst, vor allem online und per Handy zahlst und Konto, Sparen und Budget in einer App führen möchtest. Weniger geeignet ist bunq, wenn du oft Bargeld brauchst, persönlichen Support erwartest oder ausschließlich deutsche Einlagensicherung und eine Girocard wünschst. Als Hauptkonto für das Gehalt solltest du Aufsichtsmaßnahmen und Kontoprüfungen mit abwägen.

bunq Alternativen im Vergleich

So schneidet bunq im Vergleich zu anderen Konten unserer Partner ab:

BunqN26Trade RepublicC24
Kontoführungsgebühr / Monat0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
GirocardNicht verfügbarNicht verfügbarNicht verfügbar0,00 €
Debitkarte0,00 € (digitale Karte)0,00 € (virtuell)0,00 €0,00 €
WeltweitAb 0,5 %GebührenfreiGebührenfreiGebührenfrei
InlandAb 0,99 €2x im Monat kostenlos, danach 2,00 €Ab 100 € kostenlos, darunter 1,00 €4x im Monat kostenlos
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Den vollständigen, aktuellen Vergleich findest du in unserem Girokonto-Vergleich.

Unser Fazit

bunq Free ist ein kostenloses Konto mit deutscher IBAN, digitaler Mastercard und Sparkonto, das sich gut als Zweitkonto eignet. Wer eine physische Karte oder Bargeld braucht, zahlt mindestens 3,99 € im Monat für Core. Gegen bunq sprechen die Aufsichtsmaßnahmen von BaFin und DNB, die niederländische Einlagensicherung ohne Girocard und die Kritik am Support und an Kontoprüfungen. Prüfe nach der Eröffnung, welches Abo aktiv ist, und schütze dich vor Anrufen im Namen von bunq.

So vergleichen wir: Die Angaben stammen von bunq und den genannten Quellen (Stand Oktober 2026). Wenn du über einen Link beantragst, erhalten wir eine Vergütung. Für dich ändert sich nichts.
Bunq

Bunq

bunq Free
  • ✓Kontoführung dauerhaft 0 € (bunq Free)
  • ✓Digitale Karte inklusive, nutzbar mit Apple Pay und Google Pay
  • ✓Inklusive Tagesgeldkonto
Kontogebühr
0,00 €
Zum Anbieter ›

Häufige Fragen zu bunq

Wie sind die bunq Erfahrungen?

Auf Trustpilot hat bunq 3,5 von 5 Sternen bei 18.931 Bewertungen, 51 % vergeben fünf Sterne, 28 % einen Stern. Gelobt werden App, Eröffnung und 24/7-Support. Kritisiert werden Kontoprüfungen mit Belegnachforderungen und der Chat-Support. Trustpilot prüft die Inhalte nicht auf Richtigkeit.

Ist bunq sicher und seriös?

bunq hat eine niederländische Banklizenz unter Aufsicht der DNB, Einlagen sind bis 100.000 € über die niederländische Einlagensicherung geschützt. Die BaFin hat im August 2026 ein Bußgeld von 28.000 € wegen Melde- und Informationspflichten verhängt, die DNB im Mai 2025 eine Geldbuße von 2,6 Mio. € wegen Mängeln bei der Geldwäscheüberwachung. bunq hat gegen die DNB-Entscheidung Rechtsmittel eingelegt.

Was kostet bunq?

bunq Free kostet 0 € im Monat, Core 3,99 €, Pro 9,99 € und Elite 18,99 €. Free enthält bis zu drei Konten und eine digitale Karte. Bargeld abheben kostet in Free 2,99 €, in Core die ersten fünf Abhebungen im Monat je 0,99 €, danach 2,99 €.

Hat bunq eine deutsche IBAN?

Ja, bunq bietet für Kunden in Deutschland eine deutsche IBAN an, die du laut bunq für Gehalt, Lastschriften und Rechnungen nutzen kannst. Auch zusätzliche Konten bekommen eine eigene IBAN.

Hat bunq eine Kreditkarte und Apple Pay?

Ja. In jedem Abo, auch Free, bekommst du eine digitale Karte, die du zu Apple Pay oder Google Pay hinzufügen kannst. Die Mastercard-Kreditkarte zahlt standardmäßig von deinem Guthaben, optional gibt es ein Kreditlimit bis 5.000 € nach Prüfung. Die physische Karte gibt es ab Core.

Braucht man für bunq eine Schufa-Prüfung?

Für die Nutzung der Karte mit deinem eigenen Geld verlangt bunq keine Bonitätsprüfung. Eine solche Prüfung gibt es laut bunq nur, wenn du ein Kreditlimit beantragst. Für die Eröffnung brauchst du Ausweis, EWR-Adresse und Steuer-ID.

Was tun bei einer bunq Betrugsmasche?

bunq ruft nach eigenen Angaben nicht an und fragt außerhalb der App nie nach Zugangsdaten. Betrüger können sogar die Nummer der automatischen Notfallleitung anzeigen. Lege auf, gib nichts frei, sperre Karte und Konto in der App und erstatte Strafanzeige. Wenn du Geld überwiesen hast, informiere sofort deine Bank.

Welche Nachteile hat bunq?

In Free gibt es nur eine digitale Karte, physische Karte, Bargeld einzahlen und Kinderkonto setzen ein bezahltes Abo voraus. Bargeldabhebungen kosten Gebühren, der Bonuszins gilt nur über dem Schwellenwert, es gibt keine Girocard und nur die niederländische Einlagensicherung. Dazu kommen Bußgelder von BaFin und DNB und Kritik am Support.